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Wenn die Lichter ausgehen

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Heute war unser Straßenzug dran: Gegen 8 Uhr gingen die Lichter aus. Kein Strom, kein Wasser (wegen der elektrischen Pumpen, die das Wasser in den Behälter auf dem Dach befördern). Erst um 16 Uhr legte das staatliche Versorgungsunternehmen die Hebel wieder um.

Wer am Morgen noch dachte, vor der drückenden Hitze fliehen zu können, der irrte sich. Klimaanlagen und Ventilatoren funktionierten schließlich nicht. Einzelne Ladenbesitzer wollten oder konnten nicht verzichten und stellten Stromgeneratoren vor die Hauseingänge. Und so knatterten im ohnehin lauten Straßenverkehr auch noch die Generatoren.

Die Bewohner von Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) müssen immer wieder auf Strom verzichten. Der Grund: Gegen Ende der Trockenzeit führen die Flüsse wenig Wasser mit sich. Die Wasserwerke erzeugen weniger Strom.

Während in den äußeren Vierteln der Stadt Saigon regelmäßig an einem Tag in der Woche der Strom abgestellt wird, lebt es sich im Innenstadtbereich vergleichsweise komfortabel. Zwar fällt auch hier der Strom einmal in der Woche aus, doch jedes Mal ist ein anderer Straßenzug fällig.

Die Stromausfälle gehören inzwischen schon so sehr zum Alltag, dass das Versorgungsunternehmen die Termine im Vorfeld auf seiner Website ankündigt.

Wirrwarr aus Stromleitungen

Wirrwarr aus Stromleitungen

Die Leitungen ziehen sich an der Straße entlang.

Die Kabel ziehen sich an der Straße entlang.

Ob dieser Arbeiter diese wilde Verkabelung versteht?

Ein Arbeiter hängt im Kabelchaos.

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Written by Fabian Schweyher

16. Juni 2010 at 07:40