Vietnam-Notizen

Archive for Oktober 2010

Hinter den Reisfeldern (5): Ein alter Störenfried

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Wer an Vietnam denkt, erinnert sich an den Krieg damals oder an einen vergangenen Urlaub. Kaum aber jemand beachtet, wie dort ein kommunistisches Regime versucht, Marktwirtschaft mit den alten Traditionen zu verbinden. Blicke nach Fernost – eine Serie in fünf Teilen.

Die Anspannung verpufft, als Toan Pham lächelnd die Tür zu seiner Wohnung öffnet. Kein Aufpasser weit und breit. Die Behörden lassen ihn diesmal offenbar unbehelligt. Der alte Mann lebt in Hanoi in einem Hochhaus im siebten Stock. Das Licht drückt sich durch die herab gelassenen Jalousien, als er sich grünen Tee einschenkt. Obwohl 79 Jahre alt wirkt er unruhig wie ein junger Mann. Er spricht schnell, er versteht schnell. Seinem Äußeren aber ist das Alter anzusehen. Die Haare am Kopf sind verschwunden. Die Haut ist mit Flecken übersät. Für die Behörden ist der alte Mann ein Störenfried.

Pham schreibt in seinem Internet-Blog gegen eines der wichtigsten Projekte der Regierung an. Zusammen mit chinesischen Firmen soll Bauxit – ein Erz, das für die Produktion von Aluminium benötigt wird – in Zentralvietnam abgebaut werden. Menschenrechtsaktivisten, Regimekritiker und Umweltschützer kritisieren den wachsenden Einfluss Chinas und die Verschmutzung, die beim Abbau des giftigen Bauxits entsteht. Die Regierung sieht in dem Protest dagegen eine Kampagne. Deshalb standen im Mai plötzlich vier Polizisten vor Toan Phams Wohnungstür und nahmen ihn mit auf die Wache. Was folgte war ein 16-stündiges Verhör. „Ich habe keine Angst gehabt“, sagt der frühere Schullehrer. „Wenn sie mir etwas angetan hätten, dann wären sie jetzt in der schwächeren Position.“ Seinen Blog musste er aufgeben. Er hat aber schon längst einen neuen.

„In Vietnam muss man lustig oder entschärft formulieren“, beschreibt Pham seine Erfahrung. Andernfalls gehe man das Risiko ein, von der Polizei festgenommen zu werden. Gleichzeitig wende sich die Öffentlichkeit ab. „Die Menschen haben Angst vor den Behörden. Sie haben Angst, ihre berufliche Stellung, ihren kleinen Wohlstand zu verlieren.“

Human Rights Watch hat 400 Menschen gezählt, die aus politischen oder religiösen Gründen in vietnamesischen Gefängnissen sitzen. Presse- und Meinungsfreiheit gibt es nicht, auch nicht im Internet. Nachdem sich Gegner des Bauxit-Projekts im Web zusammengeschlossen hatten, sperrten die Behörden im November 2009 vorübergehend mehrere Online-Netzwerke, darunter Facebook. Im März 2010 kam es laut Google zu Hacker-Angriffen auf politische Blogs. Und die Software-Firma McAfee berichtete, dass Spionage-Software gezielt auf Rechner gespielt wurde. Beide Attacken richteten sich gegen Kritiker des Bauxit-Projekts.

Toan Pham rechnet nicht damit, dass sich die politischen Verhältnisse ändern werden. „Das Leben in Vietnam lehrt uns, geduldig zu sein.“ Die Staatsmacht ersticke jeden Protest im Keim. Deswegen vermeide er es, sich mit anderen Bauxit-Kritikern zusammenzuschließen. Es dürfe keine Verbindung geben. Toan Pham weiß: „Wer sich organisiert, wird sofort niedergeschmettert.“

Toan Pham

Toan Pham

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  1. Die alten Regeln
  2. Einsam in der Millionenstadt
  3. Die besten Noten als Ziel
  4. Den Krieg im Körper
  5. Ein alter Störenfried
  6. Hintergrund: Das Land Vietnam
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Written by Fabian Schweyher

6. Oktober 2010 at 19:12

Hinter den Reisfeldern (4): Den Krieg im Körper

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Wer an Vietnam denkt, erinnert sich an den Krieg damals oder an einen vergangenen Urlaub. Kaum aber jemand beachtet, wie dort ein kommunistisches Regime versucht, Marktwirtschaft mit den alten Traditionen zu verbinden. Blicke nach Fernost – eine Serie in fünf Teilen.

Auf den ersten Blick sieht Binh gesund aus. Die 22-Jährige sitzt an einem niedrigen Tisch. Auf dessen Platte liegt ein Stofftuch. Sie schaut neugierig auf, mustert den Besucher, lächelt und sticht wieder mit der Nadel zwischen ihren Fingern durch den Stoff. Der grüne Faden zieht sich entlang des aufgezeichneten Blumenmusters. Ihre Lehrerin sagt: „Sie ist langsam im Kopf.“ Und als sie sich von ihrem Stuhl erhebt, fallen die verdrehte Körperhaltung und ihre Größe von nur 1,40 Meter auf. Binh ist Opfer des Vietnam-Kriegs, obwohl der bei ihrer Geburt seit 13 Jahren vorüber war. Ihre Eltern waren der Chemikalie Agent Orange ausgesetzt.

Im Vietnam-Krieg von 1965 bis 1975 kämpften die US-Soldaten gegen die Truppen des kommunistischen Nordvietnam, während sie im Süden in einen Guerillakrieg verwickelt wurden. Der Krieg war der erste, in dem gezielt die Natur vernichtet wurde. Das sagt die Vereinigung der Agent-Orange-Opfer (VAVA). US-Flugzeuge versprühten geschätzte 80 Millionen Liter Chemikalien, um den Dschungel zu entlauben und die Gegner sichtbar zu machen. Die Hälfte davon Agent Orange. Die US-Soldaten nannten es so, weil es in orangefarbenen Fässern angeliefert wurde. Das Entlaubungsmittel enthielt hochgiftiges Dioxin.

Binh lebt im „Dorf der Freundschaft“ in der Nähe von Hanoi. Das Dorf ist ein Hilfsprojekt für Agent-Orange-Opfer. 1988 wurde es von einem US-Veteranen gegründet. 120 Jugendliche leben dort. Sie werden unterrichtet und medizinisch betreut.

Manche, wie Binh, leiden unter vergleichsweise leichten körperlichen und geistigen Behinderungen. Andere sind blind oder taub. Wieder andere sitzen festgezurrt in Rollstühlen. Sie haben heftige körperliche Missbildungen. Ihre Köpfe sind wie aufgeblasen.

Nach dem Krieg erkrankten drei Millionen Vietnamesen, weil sie Agent Orange ausgesetzt waren. Die US-Armee hatte eine Fläche von rund 14 Millionen Hektar besprüht. Während 35 Jahre nach dem Krieg die Natur ihre kahlen Narben zeigt, lauert das Dioxin in der Erde und gelangt über den Nahrungskreislauf in die Menschen. Laut VAVA sind nach dem Krieg 200 000 Kinder mit Behinderungen geboren worden. Inzwischen ist die dritte Generation betroffen.

Vor zehn Jahren hat Binh in der Einrichtung eine neue Heimat gefunden. Weit entfernt von ihren Angehörigen. „Zu Hause ging es mir gesundheitlich schlecht, hier ist es besser“, sagt sie. Seit einem Monat jetzt lernt sie das Sticken. Vielleicht kann sie eines Tages damit Geld verdienen. Auch an einem Computerkurs nimmt sie teil, der ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern soll. Trotzdem sagt sie: „Ich denke nicht an die Zukunft, niemals.“ Sie hat Angst. Ihr Vater ist an den Folgen von Agent Orange umgekommen. Wenn auch ihre Mutter stirbt, wird Binh allein sein.

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Hinter den Reisfeldern (3): Die besten Noten als Ziel

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Wer an Vietnam denkt, erinnert sich an den Krieg damals oder an einen vergangenen Urlaub. Kaum aber jemand beachtet, wie dort ein kommunistisches Regime versucht, Marktwirtschaft mit den alten Traditionen zu verbinden. Blicke nach Fernost – eine Serie in fünf Teilen.

Mittagspause. An den Imbissständen am Straßenrand drängeln sich die Studenten. Ruhig liegt dagegen der Campus der Vietnamesisch-Deutschen Universität (VGU) in Ho-Chi-Minh-Stadt da. Die alleingelassene Wachfrau am Eingang bemerkt sofort, als ihr Long und Khai entgegen schlappen. Seit einem Jahr studieren die beiden 20-Jährigen Elektrotechnik. Einer von vier Studiengängen, die hier von 110 Vietnamesen belegt werden.

Dabei handelt es sich um Duplikate von Studiengängen, die es an den deutschen Partnerhochschulen der VGU bereits gibt. Auch deren Dozenten reisen an. Unterrichtet wird auf Englisch. Deutsch steht auf dem Lehrplan. Student Khai schätzt die internationale Ausrichtung: „Davon werde ich in meinem späteren Beruf profitieren.“ In zwei Jahren wird er einen deutschen Bachelor-Abschluss in den Händen halten.

Gut gelaunt sitzt Wolfgang Rieck in seinem Büro im ersten Stock. „Im Grunde genommen bin ich ein vietnamesischer Beamter“, sagt der VGU-Präsident amüsiert. Seit 2008 wird die Hochschule vom Staat betrieben, nach deutschem Regeln. Das führt dazu, dass die VGU im diktatorisch regierten Vietnam unabhängig arbeiten kann. Der 67-Jährige bestimmt, was unterrichtet wird und von wem. „Bislang bin ich in keiner Weise beeinträchtigt worden“, sagt der frühere Präsident der Fachhochschule Frankfurt. Die Regierung gewährt den Spielraum, weil das Bildungssystem marode ist. Die VGU ist ein Experiment, das in wenigen Jahren von Vietnamesen fortgeführt werden soll.

Die Gebühr für ein Semester beträgt 590 Euro. Rund vier Monatslöhne für einen einfachen Arbeiter. Doch die Gesellschaft betrachtet Bildung als hohes Gut. Dazu kommt, dass die Menschen im Alter auf keine Rente hoffen können. „Die Familien legen sich krumm, damit ihre Kinder die bestmöglichen Schulen und Universitäten besuchen können“, sagt Rieck. Deswegen sei das Selbstverständnis der Studenten ein anderes. „Schwänzen oder faul sein gibt es nicht.“ Darauf angesprochen sagt Student Long, der Hotelmanager werden möchte: „Jeder Student sollte hart für das Studium arbeiten.“ Bei Khai geht der Eifer so weit, dass sein Abschluss einer der besten in der Region werden soll.


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Written by Fabian Schweyher

6. Oktober 2010 at 19:00

Hinter den Reisfeldern (2): Einsam in der Millionenstadt

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Wer an Vietnam denkt, erinnert sich an den Krieg damals oder an einen vergangenen Urlaub. Kaum aber jemand beachtet, wie dort ein kommunistisches Regime versucht, Marktwirtschaft mit den alten Traditionen zu verbinden. Blicke nach Fernost – eine Serie in fünf Teilen.

Mit ihrem Motorroller flitzt Thanh Nguyen durch den dichten Verkehr von Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon). Es ist quälend laut. Abgase verpesten die Luft. Menschen drängeln sich auf den zugestellten Gehwegen, als Thanh plötzlich durch eine Lücke an ihnen vorbeischießt, hinein in die Garage eines Neubaus, um anschließend abrupt zu parken. Sie hat es eilig. Die 27-Jährige mit den langen schwarzen Haaren ist auf dem Weg zur Arbeit. Nur noch das Treppenhaus nehmen, dann ist sie am Ziel.

Sie arbeitet für ein Versandhaus, das im Internet Büromaterial verkauft. Rund 70 Prozent der Vietnamesen leben auf dem Land. Doch immer mehr junge Vietnamesen wie Nguyen zieht es in die Großstädte. „Ich mag Ho-Chi-Minh-Stadt“, sagt sie. Vor zwei Jahren hat sie nach dem Studium ihr Dorf verlassen. Geld verdienen und Karriere machen – Ho-Chi-Minh-Stadt ist dafür der richtige Ort. Im Geschäftsviertel schießen Bürotürme in den Himmel, in denen sich internationale und einheimische Firmen einquartiert haben. Die Stadt wächst noch immer rasant, seit sich Vietnam in den 1980ern der Marktwirtschaft geöffnet hat.

Thanh Nguyen mag ihre Arbeit, mag das Zimmer, das sie sich mit einer Mitbewohnerin in der Sieben-Millionen-Einwohner-Stadt teilt. Doch: „Manchmal ertrage ich es nicht, dass ich so weit von meiner Familie entfernt bin“, sagt sie. Das Leben in der Familie ist ihr wie den meisten Vietnamesen äußerst wichtig. Geborgenheit, Fürsorge, Schutz, Sicherheit – für das gemeinsame Wohl stellen viele ihre Wünsche und Bedürfnisse zurück.

Während die Zugezogenen vom Land oft noch an den Traditionen festhalten, wollen viele junge Großstädter anders leben. Sie nehmen sich als Individuen wahr, nicht mehr als Mitglieder einer Gemeinschaft. Sie tragen westliche Kleidung, hören westliche Musik. Unverheiratete Paare wohnen zwar zumeist noch unter Vorwänden zusammen. Nachts aber sieht man in den Parkanlagen immer öfter Pärchen, die sich küssen. Noch vor fünf Jahren wäre das ein Unding gewesen. In einer Gesellschaft, die geübt ist, ihr Gesicht zu wahren.

In einer Nebenstraße

In einer Nebenstraße

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Written by Fabian Schweyher

6. Oktober 2010 at 18:54

Hinter den Reisfeldern (1): Die alten Regeln

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Wer an Vietnam denkt, erinnert sich an den Krieg damals oder an einen vergangenen Urlaub. Kaum aber jemand beachtet, wie dort ein kommunistisches Regime versucht, Marktwirtschaft mit den alten Traditionen zu verbinden. Blicke nach Fernost – eine Serie in fünf Teilen.

Toai Ha Phan sagt nicht viel, während seine Ehefrau und die drei erwachsenen Kinder miteinander tratschen. Der zierliche Bauer mit dem weiten weißen Hemd und der kurzen Hose lässt sich einfach neben ihnen auf einem Plastikstuhl am Holztisch nieder. Er hat feine Gesichtszüge und kurze weiße Haare. Wenn Toai etwas beisteuern möchte zu dem Geplauder, dann tut er das ohne Hektik, würdevoll. Er muss nicht laut sprechen, um gehört zu werden. Er muss auch nicht auf die ungeschriebenen Gesetze hier pochen. Als das Mittagessen auf dem Tisch steht, schauen alle verstohlen in seine Richtung. Mit 57 Jahren ist Toai der älteste Mann in der Familie. Vor ihm dürfen sie nicht mit dem Essen beginnen. Zügig, aber nicht hastig, seziert er mit seinen Essstäbchen den Fisch, den er aus dem nahe gelegenen Teich mit den dicken Schlieren im Wasser geangelt hat. Dann führt er den ersten Happen zum Mund.

Vater, Mutter, Sohn, Tochter. Jeder hat in der vietnamesischen Gesellschaft seine Rolle auszufüllen. Das jahrhundertealte Gefüge hat seinen Ursprung im Landleben mit den Traditionen und wird bis heute auch von den alten Anbaumethoden bestimmt. Gerade die Arbeit auf den pflegeintensiven Reisfeldern macht es nötig, dass alle Familienmitglieder zusammenarbeiten. Jeder an seinem Platz. Früher hing von der Ernte schließlich das Überleben ab.

Die Familie Phan lebt in einem Dorf nahe der Stadt Rach Gia im Süden Vietnams. Im Vergleich zu den Hütten der Nachbarn besitzt sie ein geradezu luxuriöses Heim. Zwei Zimmer, eine Küche. Alles überdacht mit Wellblech. Neonröhren an den Wänden, darunter zwei Holzbetten. Bambusmatten liegen darauf. Während im Fernseher ein Fußballspiel flimmert, brummt in der Ecke ein alter Computer mit Internetanschluss.

Auf dem staubigen Weg vor dem Gebäude scheppert der Reisverkäufer mit seinem Fahrrad vorbei. Aus einem Lautsprecher, den er an der Lenkstange hängen hat, verkündet eine verzerrte Tonbandstimme das Angebot. Sie übertönt das Kläffen der Hunde, das aus wenigen Metern Entfernung herüberschallt. Sie sind in einem an den Seiten offenen Schuppen festgekettet. Sie bewachen die Schweine: den Lebensunterhalt der Familie. Vater Toai verkauft das Sperma der Eber, mit dem Säue künstlich befruchtet werden. Umgerechnet sieben Euro erhält er jedes Mal dafür. Rund 150 Euro im Monat. Ein gutes Geschäft. Im Schnitt verdienen die Menschen auf dem Land monatlich 100 Euro.

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Written by Fabian Schweyher

6. Oktober 2010 at 18:42

Hintergrund: Das Land Vietnam

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  • Regierungsform Sozialistische Republik, in der die Kommunistische Partei die alleinige Macht besitzt.
  • Geografie Vietnam ist mit 330.000 Quadratkilometern Fläche beinahe so groß wie Deutschland. Nachbarländer sind China, Laos und Kambodscha. Die Küstenlinie erstreckt sich auf rund 3500 Kilometer.
  • Bevölkerung Rund 86 Millionen Menschen leben in Vietnam. Ein Viertel davon ist jünger als 14 Jahre. Rund die Hälfte der Vietnamesen sind Buddhisten, jeder zehnte bekennt sich zum Christentum.
  • Wirtschaft Das durchschnittliche Einkommen lag 2009 bei 815 Euro pro Kopf. Vietnam ist ASEAN-Mitglied.
  • Geschichte Im 19. Jahrhundert ist Vietnam Teil der Kolonie Französisch-Indochina. 1945 wird die Unabhängigkeit ausgerufen, es kommt zum Krieg. Neun Jahre später ziehen sich die Franzosen geschlagen zurück. Das Land wird geteilt. Während die USA Südvietnam unterstützen, regieren im Norden die Kommunisten. 1964 greifen die Vereinigten Staaten Nordvietnam an, um eine angebliche Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern. Nach einem brutal geführten Krieg verlassen 1973 die US-Einheiten wieder das Land. Nachdem Südvietnam kapituliert hat, folgt 1976 die Wiedervereinigung. Mit in den 1980ern eingeleiteten Reformen öffnet sich Vietnam langsam der Marktwirtschaft.
Die vietnamesische Flagge

Die vietnamesische Flagge weht im Wind.

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Written by Fabian Schweyher

6. Oktober 2010 at 17:45